1.000 und 4.000 Tage russischer Krieg gegen die Ukraine

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Der Krieg Russlands gegen die Ukraine begann 2014 mit der Invasion und illegalen Annexion der Krim. Russland inszenierte den Krieg im Osten der Ukraine und annektierte später Teile des Donbass und andere Regionen im Südosten der Ukraine, was gegen internationales Recht verstößt. Bald werden seitdem 4.000 Tage vergangen sein. Russland begann die groß angelegte Invasion am 24. Februar 2022, nachdem es einen Casus Belli geschaffen hatte. Der größte Krieg in Europa seit dem Zweiten Weltkrieg dauert nun bereits 1.000 Tage und geht weiter.

Krieg in allen Bereichen

Es ist ein Krieg in allen Bereichen, mit willkürlichen Angriffen auf zivile Ziele und der Zerstörung ganzer Städte, Häfen, Verkehrs- und Energie-Infrastruktur, Krankenhäuser und Wohngebiete, mit unzähligen Toten und Verletzten. Rund 16 Millionen Zivilisten wurden im ersten Kriegsjahr in die Flucht getrieben oder vertrieben. Russland hat landwirtschaftliche Flächen in der Ukraine angegriffen, Handelsschiffe attackiert und versucht, das Schwarze Meer zu blockieren.

Russland hat Cyberangriffe auf die ukrainische Wirtschaft durchgeführt und versucht, afrikanische und andere Länder über den Konflikt in die Irre zu führen. Russland hat auch Energie als Waffe eingesetzt, indem es seit dem Frühjahr 2022 die Gasexporte reduziert und teilweise eingestellt hat, um die Aufhebung der Sanktionen zu erzwingen.

Was immer zur Waffe gemacht werden kann, wurde zur Waffe gemacht.

Dekonstruktion der russischen Propaganda in drei übergeordneten Themen

In einer Serie von 10 Artikeln werden wir analysieren, wie Moskaus Kampagnen der Mythenbildung und Täuschung seit 2014 mit immer mehr falschen Behauptungen zunahmen.

Wir identifizieren drei Themen. Zunächst zeigen wir, wie der russische Staat und das kremlnahe Ökosystem den Boden für die Auseinandersetzung bereitet haben. Zweitens dokumentieren wir, wie man versuchte, den Informationsraum zu dominieren. Schließlich beschreiben wir, wie Manipulation und Propaganda zu Waffen geworden sind, die genauso wie Kugeln und Gewehre eingesetzt werden.

Erstes Thema: Den Boden für die Auseinandersetzung bereiten

Die Manipulation von Informationen – sowohl im Inland als auch weltweit – war entscheidend, um den Boden für die Invasion zu bereiten. Und der Kreml hat ein langes Spiel gespielt. Über ein Jahrzehnt hinweg versuchten Putin und die russische Führung, die Souveränität und Legitimität der Ukraine in Frage zu stellen und ihr das Recht abzusprechen, als unabhängiger Staat zu existieren. Parallel dazu versuchten die russische Regierung und die ihr hörigen Akademiker, die Geschichte so umzuschreiben, dass sie in die Gegenwart passt. Und schließlich entmenschlichten russische Staatsmedien die Ukrainer und schürten Gewalt und Brutalität mit erschreckenden Folgen.

Zweites Thema: Versuche, den Informationsraum zu beherrschen

Zensur ist eine Form der Informationsmanipulation. Diejenigen, die es wagen, der Macht die Wahrheit zu sagen, müssen zum Schweigen gebracht werden. Russland hat nicht nur eine beispiellose Kampagne der Zensur im eigenen Land entfesselt. Es hat repressive Gesetze erlassen und die physische Infrastruktur wie Antennen und Sender in den besetzten Gebieten der Ukraine entfernt. In der Zwischenzeit hat der Personenkult um Putin zum Krieg beigetragen, während die Umgestaltung des russischen Bildungssystems und der Kultur zu einer Gehirnwäsche des heimischen Publikums führt.

Drittes Thema: Manipulation und Desinformation als Waffe

Schließlich hat der Kreml Narrative über Nahrungsmittel, Landwirtschaft und Energie zur Waffe gemacht und diese auf globale Zielgruppengerichtet. Russland nutzte Desinformation, um Informationsräume zu überfluten und Gräueltaten, Kriegsverbrechen und groß angelegte Programme zur Deportation von Kindern aus der Ukraine zu verbergen.

Um die Widerstandsfähigkeit und Abwehrkräfte unserer Gesellschaft anzugreifen, nahm Russland neue Trends in der Manipulation von Identitäten und im Online-Verhalten an, wie DoppelgängerImitationen und Identitätsdiebstahl, um die Vorstellung davon zu zerstören, was wahr und was falsch ist.

Gleichzeitig setzte Moskau nukleares Säbelrasseln und Desinformation über chemische und biologische Themen ein, um Angst, Panik und Pessimismus, zu schüren, während die russische Führung versucht, das Friedensnarrativ für sich zu beanspruchen.

Moskaus Ziel ist es, die Weltöffentlichkeit darüber zu verwirren, wer der Angreifer und wer der Angegriffene ist.

Bleiben Sie dran und lassen Sie sich nicht täuschen!

RECHTLICHER HINWEIS

Bei den Fällen in der EUvsDisinfo-Datenbank geht es um Aussagen im internationalen Informationsraum, die als parteiische, verzerrte oder falsche Darstellung der Realität und als Verbreitung von kremlfreundlichen Kernbotschaften identifiziert wurden. Daraus folgt nicht zwangsläufig, dass die betroffenen Medien Verbindungen zum Kreml haben oder den Kreml redaktionell unterstützen oder dass sie absichtlich Desinformation verbreiten wollten. Die Veröffentlichungen von EUvsDisinfo stellen keine offizielle Position der EU dar, da die präsentierten Informationen und vertretenen Meinungen auf Medienberichten sowie Analysen der East StratCom Task Force basieren.

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