DISINFO: Die Tschechen konnten keine objektive Untersuchung des Vorfalls in Vrbetice durchführen.

DETAILS ZUM DESINFORMATIONSFALL

KI-Übersetzungen:

DISINFO: Die Tschechen konnten keine objektive Untersuchung des Vorfalls in Vrbetice durchführen.

SUMMARY

Prag konnte keine objektive Untersuchung des Vorfalls in Vrbetice durchführen, daher entschied es sich, die Verantwortung einem „äußeren Feind“ - Russland - zuzuschieben.

RESPONSE

Eine wiederkehrende pro-Kreml-Desinformationsnarrative über die Explosion in Vrbetice im Jahr 2014.

Obwohl Russland seine Verantwortung für den Vorfall in Vrbetice nicht anerkennt, hat die Untersuchung durch die tschechischen Behörden zweifelsfrei festgestellt, dass die GRU-Agenten Anatoly Chepiga und Alexander Mishkin, die gleichen Personen, die für den versuchten Mord an Sergey Skripal in Salisbury im Jahr 2018 verantwortlich gemacht werden, hinter einer Explosion in einem Munitionslager in der tschechischen Lokalität Vrbetice im Jahr 2014 steckten, bei der zwei Personen getötet wurden.

Laut den Ermittlern hatte eine E-Mail angeblich von der Nationalgarde von Tadschikistan um Erlaubnis gebeten, dass zwei Personen - „Ruslan Tabarov“ aus Tadschikistan und „Nicolaj Popa“ aus Moldawien - den Lagerort besuchen dürfen und enthielt das gescannte Bild von zwei falschen Pässen mit den Bildern der beiden Männer. Die Bilder von “Tabarov” und “Popa” stimmten überein mit denen von Chepiga und Mishkin.

Die Ergebnisse Prags wurden unabhängig bestätigt durch eine gemeinsame Untersuchung von Bellingcat, The Insider (Russland), Der Spiegel (Deutschland) und Respekt.cz (Tschechien). Ihre Untersuchung kam zu dem Schluss, dass sechs Offiziere der GRU, angeführt vom Leiter der Militärsicherheitseinheit 29155, General Andrey Averyanov, an diesem Einsatz beteiligt waren. Zwei von ihnen arbeiteten verdeckt als diplomatische Kurierfahrer.

Für die EU-Reaktion im Zusammenhang mit dem Fall Vrbetice siehe hier.

Siehe ähnliche Fälle von Desinformation im Zusammenhang mit der Explosion in Vrbetice hier, hier und hier.

RECHTLICHER HINWEIS

Bei den Fällen in der EUvsDisinfo-Datenbank geht es um Aussagen im internationalen Informationsraum, die als parteiische, verzerrte oder falsche Darstellung der Realität und als Verbreitung von kremlfreundlichen Kernbotschaften identifiziert wurden. Daraus folgt nicht zwangsläufig, dass die betroffenen Medien Verbindungen zum Kreml haben oder den Kreml redaktionell unterstützen oder dass sie absichtlich Desinformation verbreiten wollten. Die Veröffentlichungen von EUvsDisinfo stellen keine offizielle Position der EU dar, da die präsentierten Informationen und vertretenen Meinungen auf Medienberichten sowie Analysen der East StratCom Task Force basieren.

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