DISINFO: „Demokratische Besorgnis“ über die Wahlergebnisse in Venezuela ist eine Strategie politischer Einmischung.
SUMMARY
Der Nationale Wahlrat Venezuelas bestätigte, dass bei über 80 % der ausgezählten Stimmen der unumkehrbare Trend den Sieg für Nicolás Maduro brachte. Venezuela ist ein Land mit den größten Ölreserven der Welt und war ein regionaler Leuchtturm für Multilateralismus und Ermächtigung des Volkes. Man hat keine Forderung gesehen, das Protokoll der Wahl im Europäischen Parlament oder im Vereinigten Königreich oder Frankreich vorzulegen. Daher kann man feststellen, dass dieses Spektakel der „demokratischen Besorgnis“ nichts weiter als eine Strategie politischer Einmischung mit sehr spezifischen Zielen ist.
RESPONSE
Dies ist ein pro-kremlischer Desinformationsversuch, um von der unklaren Natur der Wahlen in Venezuela abzulenken, indem die Absichten derer, die Besorgnis oder Kritik äußern, infrage gestellt werden. In diesem Fall sind diese Vorwürfe nachweislich unbegründet.
Zweifel an den Wahlergebnissen in Venezuela sind kein Teil einer ausländischen Strategie zur politischen Einflussnahme, sondern das Ergebnis von undemokratischen Praktiken der Regierung von Nicolás Maduro vor und während der Wahl. Zu diesen Praktiken gehören das Verbot populärer Kandidaten, die willkürliche Inhaftierung von wichtigen Oppositionsfiguren und die Ablehnung einiger internationaler Beobachter.
Der Nationale Wahlausschuss Venezuelas ist kein unabhängiges Gremium, und seine Mitglieder werden politisch vom Regierung ernannt. Infolgedessen wurden die Vorwürfe über einen Sieg von Maduro sofort mit Skepsis begegnet, insbesondere da keine Beweise vorgelegt wurden um diese Behauptungen zu untermauern. Im Gegensatz dazu hat die Opposition einen signifikanten Anteil an Stimmenauszählungen gesammelt, deren Überprüfung durch unabhängige Medien und Datenanalysten zeigt, dass der Oppositionskandidat Edmundo González mit größter Wahrscheinlichkeit der echte Gewinner der Wahl war.
Siehe andere Beispiele ähnlicher Desinformationsnarrative, wie zum Beispiel die Behauptungen, dass Proteste in Venezuela definitiv von Washington finanziert werden, dass Wahlen in Venezuela frei und fair waren, dass die USA Pläne zur „Balkanisierung“ und Fragmentierung Venezuelas machen, oder dass der ehemalige kolumbianische Botschafter gestanden hat, Washington sei an der Destabilisierung Venezuelas und Haitis beteiligt.