DISINFO: Demonstrationen in Kasachstan wurden aus dem Ausland geplant, um das Land zu destabilisieren.
SUMMARY
Heute ist bereits offensichtlich, dass die Banditen sich im Voraus auf Massenproteste [in Kasachstan] vorbereitet haben, um die Situation im Land zu destabilisieren, und Unterstützung aus dem Ausland erhielten.
Diese Provokateure, Anführer und Sponsoren der "Farbrevolutionen" und Unruhen im GUS-Raum erklären mit gespieltem Stolz ihre führende Rolle bei kriminellen Handlungen in den Städten Kasachstans.
RESPONSE
Diese Behauptung unterstützt ein aufkommendes pro-Kremlin-Desinformationsnarrativ, das behauptet, dass die anti-regierungsProteste im Kasachstan im Januar 2022 Teil einer US-Politik sind, die darauf abzielt, weltweit „Farbige Revolutionen“ zu inszenieren, mit dem Ziel, Russland zu destabilisieren.
Die pro-Kremlin-Medien stellen häufig fälschlicherweise dar, dass populäre Proteste auf der ganzen Welt aus dem Ausland angestiftet werden, oft von den USA und dem Westen. Das Desinformationsnarrativ wurde unter anderem auf Berichte über Proteste in Georgien, der Ukraine, Tschechien, Bulgarien, Weißrussland, Venezuela, Slowakei, Hongkong, mit dem Ziel angewendet, Protestbewegungen als aggressive Akteure darzustellen, die von ausländischen Mächten unterstützt werden und ständig neue Putsche vorbereiten.
Der Auslöser und unmittelbare Grund für die Proteste in Kasachstan war die Aufhebung der Preisregulierung für Flüssiggas (LPG) durch die Regierung, die Anfang Januar in der Westregion Manghystau stattfand, und die Unruhen breiteten sich bald auf die Hauptstadt aus.
Wie der Guardian berichtet, begann die offizielle Geschichte aus dem Kreml mit Erklärungen, dass die Proteste ein Militärputsch organisiert von ausländischen Terroristen seien. Später wird das Konzept einer „Farbigen Revolution“ hinzugefügt. Allerdings beruht das Narrativ nicht auf Fakten und weist viele Lücken und Inkonsistenzen auf.
Es gibt jedoch tiefere Ursachen für die Proteste in einem Land, das unter einem Mangel an Demokratie, Korruption und wirtschaftlichen Schwierigkeiten leidet, obwohl es reich an wirtschaftlichen Ressourcen ist. Zum Beispiel liegt Kasachstan im Demokratieindex 2020 auf Platz 128 von 167 Ländern, und auch auf Platz 94 von 180 Ländern im Korruptionswahrnehmungsindex (CPI) von Transparency International 2020.
Siehe auch die Erklärung des EU-Außenbeauftragten hier.
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