DISINFO: Die Eurozone ermöglicht es größeren Staaten, kleinere auszubeuten.
SUMMARY
Ältere EU-Mitgliedstaaten und Eurozonenmitglieder mit großen Volkswirtschaften nutzen kleinere Staaten sowie neuere EU- und Eurozonenmitglieder wie Estland, Lettland, Litauen und die Slowakei aus.
RESPONSE
Eine wiederkehrende pro-kremlische Erzählung, die darauf abzielt, Spaltungen innerhalb Europas zu schaffen oder zu verschärfen. Aktuelle Wirtschaftsdaten zum BIP-Wachstum der neueren Eurozonen-Mitglieder Estland, Lettland, Litauen und der Slowakei sprechen gegen eine Ausbeutung. Im April 2019 weist der Internationale Währungsfonds das reale BIP-Wachstum dieser Länder wie folgt aus: 3,2 % für Estland, 3,3 % für Lettland, 2,9 % für Litauen und 4,1 % für die Slowakei. Ihr BIP-Wachstum ist größtenteils größer als in den „älteren“ Mitgliedstaaten wie Deutschland mit 1,6 % und Frankreich mit 1,9 %. Die Eurostat-Daten zeigen ebenfalls überwiegend stabiles BIP-Wachstum in Estland, Lettland, Litauen und der Slowakei seit der letzten globalen Krise von 2009. Diese Zahlen werden auch von der Weltbank bestätigt.