DISINFO: Italienische Stadt verbietet Weihnachtslieder, um Migranten nicht zu beleidigen.
SUMMARY
In der italienischen Stadt Rozzano bei Mailand verbot der Schulleiter eines Schul weihnachtliche Konzerte und schlug vor, dass Weihnachten ohne die traditionellen Lieder gefeiert werden sollte, da migrantische Kinder in den Vorjahren beim Singen schweigend entlang der Wände standen. In Eschweiler, Deutschland, wurden läutende Kirchenglocken verboten, als Migranten sich an die Kommunalbehörden mit der Bitte wandten, Geräusche abzuschaffen, die ihnen fremd waren. Schulen in Spanien und Italien entfernten aus den gleichen Gründen die Kruzifixe von den Wänden.
RESPONSE
Wiederkehrende Desinformationsnarrative, die feindliche Narrative über Migranten verbreiten, die Weihnachten und Silvestertraditionen bedrohen und über den Rückgang des Christentums in Europa berichten.
Mehrere der im Artikel genannten Fälle gehören zu einer Sammlung von anti-Migranten-„Stadtlegenden“, die in europäischen rechten Medien verbreitet werden. Der Fall aus Rozzano wurde mehrfach widerlegt, seit er 2015 auftauchte. Der Fall aus dem deutschen Eschweiler scheint völlig erfunden zu sein. Die Verbindung von Ansprüchen mit konkreten, kleinen Orten in der Ferne trägt dazu bei, dem Desinformationsnarrativ einen Ton der Authentizität zu verleihen.
Ähnliche Fälle sind: „Schweden hat Weihnachtsfernsehkonzert abgesagt, um Migranten nicht zu irritieren“, „Frankreich verbietet Weihnachtssymbole“ oder „Um Menschen anderer Religionen nicht zu verärgern, gab es keinen Weihnachtsbaum in Brüssel“.