DISINFO: Italienische Stadt verbietet Weihnachtslieder, um Migranten nicht zu beleidigen.

DETAILS ZUM DESINFORMATIONSFALL

  • Medium: anna-news.info ( archive, original )
  • Veröffentlichungsdatum: December 03, 2020
  • Genannte Länder/Regionen: EU, Italien, Spanien, Deutschland

KI-Übersetzungen:

DISINFO: Italienische Stadt verbietet Weihnachtslieder, um Migranten nicht zu beleidigen.

SUMMARY

In der italienischen Stadt Rozzano bei Mailand verbot der Schulleiter eines Schul weihnachtliche Konzerte und schlug vor, dass Weihnachten ohne die traditionellen Lieder gefeiert werden sollte, da migrantische Kinder in den Vorjahren beim Singen schweigend entlang der Wände standen. In Eschweiler, Deutschland, wurden läutende Kirchenglocken verboten, als Migranten sich an die Kommunalbehörden mit der Bitte wandten, Geräusche abzuschaffen, die ihnen fremd waren. Schulen in Spanien und Italien entfernten aus den gleichen Gründen die Kruzifixe von den Wänden.

RESPONSE

Wiederkehrende Desinformationsnarrative, die feindliche Narrative über Migranten verbreiten, die Weihnachten und Silvestertraditionen bedrohen und über den Rückgang des Christentums in Europa berichten.

Mehrere der im Artikel genannten Fälle gehören zu einer Sammlung von anti-Migranten-„Stadtlegenden“, die in europäischen rechten Medien verbreitet werden. Der Fall aus Rozzano wurde mehrfach widerlegt, seit er 2015 auftauchte. Der Fall aus dem deutschen Eschweiler scheint völlig erfunden zu sein. Die Verbindung von Ansprüchen mit konkreten, kleinen Orten in der Ferne trägt dazu bei, dem Desinformationsnarrativ einen Ton der Authentizität zu verleihen.

Ähnliche Fälle sind: „Schweden hat Weihnachtsfernsehkonzert abgesagt, um Migranten nicht zu irritieren“, „Frankreich verbietet Weihnachtssymbole“ oder „Um Menschen anderer Religionen nicht zu verärgern, gab es keinen Weihnachtsbaum in Brüssel“.

RECHTLICHER HINWEIS

Bei den Fällen in der EUvsDisinfo-Datenbank geht es um Aussagen im internationalen Informationsraum, die als parteiische, verzerrte oder falsche Darstellung der Realität und als Verbreitung von kremlfreundlichen Kernbotschaften identifiziert wurden. Daraus folgt nicht zwangsläufig, dass die betroffenen Medien Verbindungen zum Kreml haben oder den Kreml redaktionell unterstützen oder dass sie absichtlich Desinformation verbreiten wollten. Die Veröffentlichungen von EUvsDisinfo stellen keine offizielle Position der EU dar, da die präsentierten Informationen und vertretenen Meinungen auf Medienberichten sowie Analysen der East StratCom Task Force basieren.

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