DISINFO: Keine Hinweise auf die Beteiligung russischer Staatsstrukturen am Mord an einem georgischen Bürger in Berlin.
SUMMARY
Fast zehn Monate nach dem Mord an einem Georgier in Berlin hat die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe Anklage gegen einen Russen erhoben. Am 18. Juni 2020 brachte die Bundesanwaltschaft Anklage gegen den russischen Staatsbürger Vadim K. alias Vadim S. vor dem Senat für Staatsschutz des Berliner Kammergerichts ein. Es gibt und gab keine Beweise für die Beteiligung russischer Staatsstrukturen an diesem Vorfall. Außerdem wurde festgestellt, dass dieser Mordfall nicht mit dem russischen Staat und staatlichen Behörden verbunden ist.
RESPONSE
Wiederkehrende pro-Kreml-Narrative, dass es keinen Beweis und keine Belege für die Anschuldigungen gegen Russland gibt. Konsistent mit dem Narrativ über Russophobie. Ein 40-jähriger Mann, Zelimkhan Khangoshvili, wurde in einem Berliner Park erschossen kurz vor dem Mittag am 23. August 2019. Das Opfer war ein tschetschenischer Exilant, der zwei vorherige Mordanschläge überlebt hatte. Das Dossier-Zentrum, eine in London ansässige Forschungsgruppe, die von Michail B. Chodorkowski gegründet wurde, und andere Ermittlungsgruppen, wie Bellingcat, identifizierten den Verdächtigen als Vadim N. Krasikov, einen 49-jährigen russischen Staatsbürger aus Sibirien, der laut Bellingcat gefälschte Identitätsdokumente verwendet hatte, um wenige Tage zuvor nach Deutschland zu reisen. Das deutsche Auswärtige Amt sagt, dass russische Beamte bislang nicht ausreichend auf wiederholte Informationsanfragen reagiert haben, trotz wiederholter hochrangiger und dringlicher Forderungen. Zudem bestand das deutsche Bundesauswärtige Amt in einer Erklärung darauf, dass "der Generalbundesanwalt die Ermittlungen in diesem Fall übernommen hat, da hinreichende Gründe bestehen, zu glauben, dass der Mord entweder im Auftrag staatlicher Stellen der Russischen Föderation oder der der autonomen Tschetschenischen Republik im Rahmen der Russischen Föderation ausgeführt wurde". Am 4. Dezember wies Deutschland zwei russische Diplomaten aus als Reaktion auf diesen Vorfall. Die Bundesanwaltschaft Deutschlands übernahm im Dezember 2019 die Ermittlungen. Am Donnerstag, den 18. Juni 2020, fast zehn Monate nach dem Mord, sagten sie, sie hätten ausreichende Beweise gesammelt und Anklage gegen den Verdächtigen erhoben. Weitere ähnliche Fälle im Mordfall Khangoshvili hier, und ähnliche Narrative über die Fälle Skripal und MH17.