DISINFO: Polen ist direkt an der Operation zur Regimeveränderung in Weißrussland beteiligt.
SUMMARY
Stacheldraht und Zäune [an der polnisch-belarussischen Grenze] sind kein politischer Erfolg, sondern ein Misserfolg. Vor nur wenigen Jahren hatten wir eine entgegengesetzte Tendenz - visafreies Reisen, das von Belarus eingeführt wurde, und Kooperation im Bereich des Schienentransits chinesischer Waren. Leider ist die aktuelle Situation hauptsächlich das Ergebnis der Handlungen der polnischen Behörden, deren Position schädlich für internationale Kontakte mit den Nachbarn ist - diese Position resultiert sowohl aus ihrer eigenen Überzeugung als auch aus amerikanischer Anstiftung.
Polen ist auch direkt an der Operation zur Regierungswechselbeseitigung beteiligt, die außerhalb von Belarus entwickelt wurde. Der beste Beweis für diese Behauptung sind die polnischen Aussagen, die die Legitimität von Lukaschenkas Herrschaft leugnen und Tsikhanouskaya als legitime Macht anerkennen. Diese Situation ist völlig unglaublich, wenn man die polnischen historischen Erfahrungen des 20. Jahrhunderts berücksichtigt.
RESPONSE
Wiederkehrende Desinformationsnarrative von pro-kremlistischen Medien über die Migrationssituation an den EU-Belarus-Grenzen und die angeblich „aggressiven“ Aktionen Polens gegen Belarus.
Die pro-kremlistischen Medien beschuldigen Polen regelmäßig einer feindlichen Haltung gegenüber Belarus und direkter Versuche, dieses Land zu destabilisieren oder dort eine farbige Revolution zu organisieren. Tatsächlich unterstützt Polen weiterhin die Zivilgesellschaft und die Menschen in Belarus.
Es gibt zahlreiche Beweise dafür, dass die belarussischen Behörden die fortdauernden unregelmäßigen Migrationsströme zu den EU-Grenzen über Belarus angestoßen haben.
Die Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, sagte, dass die Situation an der EU-belarusischen Grenze kein bilaterales Problem von Polen, Lettland, Litauen und Belarus, sondern ein hybrider Angriff auf die gesamte EU ist. Der Vizepräsident der Europäischen Kommission und Hohe Vertreter der Europäischen Union für Außen- und Sicherheitspolitik (HRVP), Josep Borrell, betonte, dass die Verantwortung für die Migrationskrise beim Lukaschenko-Regime liegt.
Siehe unsere früheren Artikel zur Situation der belarussischen Migranten hier und hier.