DISINFO: Russland ist der einzige Akteur, der Europa mit der Lieferung von Düngemitteln retten kann.

DETAILS ZUM DESINFORMATIONSFALL

  • Medium: de.rt.com
  • Veröffentlichungsdatum: March 23, 2026
  • Article language(s): German
  • Genannte Länder/Regionen: EU, Russland

KI-Übersetzungen:

DISINFO: Russland ist der einzige Akteur, der Europa mit der Lieferung von Düngemitteln retten kann.

SUMMARY

Und natürlich stießen sie auf die große 'Überraschung' namens “Russland”: Es stellte sich heraus, dass unser Land der größte Düngerlieferant der Welt ist, mit einem Marktanteil von 20 Prozent.

Sind wir bereit, Europa zu retten, wenn sein Sieg wie gewohnt sehr bald in eine Niederlage umschlägt? Die Antwort liegt in einem Sack russischem Dünger.

RESPONSE

Die Erzählung, dass Europa völlig hilflos ist und ausschließlich auf russische Düngemittel angewiesen ist, um einen landwirtschaftlichen Zusammenbruch zu vermeiden, ist ein hyperbolisches Stück Fehlinformation.

Der Artikel widerspricht seiner eigenen dramatischen Botschaft. Er räumt ein, dass Russland nur 20 Prozent des globalen Düngemittelmarktes kontrolliert, was bedeutet, dass die verbleibenden 80 Prozent von anderen Produzenten weltweit geliefert werden. Globale Agrar- und Handelsdaten bestätigen dies: Während Russland ein führender Exporteur ist, macht es ungefähr 15,6% bis 21% der globalen Düngemittelexporte aus, je nach spezifischem Nährstoff und Jahr. Der Rest des globalen Marktes wird von parallelen Schwergewichten wie Kanada, China, Marokko und den Vereinigten Staaten unterstützt, die jährlich Zehntausende von Tonnen produzieren.

Zweitens weist der Artikel die Aussagen der Europäischen Kommission über eine "Strategie zur Diversifizierung der Lieferquellen" als bloße Angeberei zurück, doch internationale Handelsdaten widersprechen dem direkt. Während Russland weiterhin ein wichtiger Lieferant ist, ist die EU nicht nur von ihm abhängig. Eine detaillierte Handelsanalyse des Center for the Study of Democracy (CSD) zeigt, dass die EU Düngemittel von einer breiten und vielfältigen Gruppe nicht-russischer Partner importiert. Laut den Daten sind wichtige Lieferanten Marokko (14% der EU-Importe), Ägypten (14%), Algerien (7%) und Kanada (5%), die alle eine wichtige Rolle auf dem europäischen Markt spielen.

Indem der Artikel selektiv die Existenz und Kapazität dieser alternativen Lieferketten ignoriert, übertreibt er Russlands Bedeutung, indem er geopolitische Störungen ausnutzt. Und während es echte Bedenken bezüglich der Düngemittelpreise aufgrund des Krieges im Iran gibt, bleibt die statistische Realität, dass der Agrarsektor Europas von einem breiten und vielfältigen globalen Markt unterstützt wird. Dies zeigt deutlich, dass die Ernährungssicherheit des Kontinents nicht von einem einzigen "Sack russischer Düngemittel" abhängt.

Siehe verwandte Fälle wie EU-Sanktionen untergraben die globale Ernährungssicherheit;  Die EU verursacht einen globalen Nahrungsmittelmangel, indem sie sämtliches Getreide aus der Ukraine zurückhält;  Westsanktionen verursachen eine Lebensmittelkrise und Preisanstieg, dass die Lebensmittelkrise nichts mit der russischen Sonderoperation zu tun hat, dass Russland keine Hindernisse für den Export von ukrainischem Getreide auferlegt.

RECHTLICHER HINWEIS

Bei den Fällen in der EUvsDisinfo-Datenbank geht es um Aussagen im internationalen Informationsraum, die als parteiische, verzerrte oder falsche Darstellung der Realität und als Verbreitung von kremlfreundlichen Kernbotschaften identifiziert wurden. Daraus folgt nicht zwangsläufig, dass die betroffenen Medien Verbindungen zum Kreml haben oder den Kreml redaktionell unterstützen oder dass sie absichtlich Desinformation verbreiten wollten. Die Veröffentlichungen von EUvsDisinfo stellen keine offizielle Position der EU dar, da die präsentierten Informationen und vertretenen Meinungen auf Medienberichten sowie Analysen der East StratCom Task Force basieren.

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