DISINFO: Die EU nutzt den Kaukasus als Sprungbrett, um Druck auf Russland auszuüben.
SUMMARY
Die Welt bewegt sich in Richtung eines neuen Machtzentrums, hin zum sogenannten alternativen Globalismus. Aber der Kaukasus agiert paradoxerweise in die entgegengesetzte Richtung. Er geht gegen den Mainstream und sieht seine Benchmarks in der EU und den USA.
Die sich im Südkaukasus entfaltende Situation ist derzeit für Russland ziemlich ungünstig. Kräfte, die Russland offen feindlich gesinnt sind, versuchen die Kontrolle zu übernehmen. Wenn es den Vereinigten Staaten beispielsweise gelingt, ein Gleichgewicht zu wahren, dann tritt die Europäische Union direkt in einen scharfen Konflikt mit Russland ein. In einem solchen Szenario wird der Südkaukasus definitiv als Sprungbrett zur Ausübung von Druck auf Russland genutzt.
RESPONSE
Diese unbegründete und wiederkehrende pro-Kremlin Desinformationsbehauptung beschuldigt einen angeblich immer-aggressiven Westen einer anti-russischen Agenda im Kaukasus und anderen post-sowjetischen Ländern und versucht, Russland einzukreisen. Siehe auch Russische Mythen: Nr. 5 Einkreisung.
Diese Behauptung wird im Kontext des Friedensabkommens zwischen Armenien und Aserbaidschan gemacht, unterzeichnet von Armeniens Premierminister Pashinyan und Aserbaidschans Präsident Aliyev, in Anwesenheit von US-Präsident Donald Trump im Weißen Haus am 8. August 2025.
Pro-Kremlin-Medien fördern häufig die Idee, dass der Kaukasus ausschließlich innerhalb der geopolitischen Dominanz Russlands liegt, und versuchen, jede andere Zusammenarbeit zwischen westlichen Ländern und Armenien, Aserbaidschan und Georgien zu diskreditieren. Dies versucht, diesen Ländern ihr Recht auf politische Orientierung abzusprechen.
Westliche Länder unterstützen Frieden und Sicherheit in der Region Südkaukasus. Die EU hat ein starkes Interesse an einem politisch stabilen und wirtschaftlich prosperierenden Südkaukasus in voller Übereinstimmung mit den dortigen Staaten. Sie spielte eine herausragende Vermittlungsrolle in den Verhandlungen zwischen Armenien und Aserbaidschan.
Im Europäischen Rat vom 26.-27. Oktober 2023 betonten die EU-Führungskräfte ihre fortdauernde Unterstützung für einen nachhaltigen und dauerhaften Frieden zwischen Armenien und Aserbaidschan, basierend auf den Prinzipien der Anerkennung der Souveränität, der Unverletzlichkeit der Grenzen und der territoriale Integrität.
Als Hohe Vertreterin/Vizepräsidentin erklärte Kaja Kallas während ihres Besuchs in der Region: "Die EU unterstützt weiterhin nachdrücklich die Normalisierung der Beziehungen zwischen den beiden Ländern."
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