DISINFO: Westliche Sanktionen gegen Syrien behindern Erdbebenhilfe.

DETAILS ZUM DESINFORMATIONSFALL

  • Medium: ahilesva.info ( archive, original )
  • Veröffentlichungsdatum: February 20, 2023
  • Article language(s): Spanish
  • Genannte Länder/Regionen: Syrien, EU, USA, Vereinigtes Königreich

KI-Übersetzungen:

DISINFO: Westliche Sanktionen gegen Syrien behindern Erdbebenhilfe.

SUMMARY

Die westlichen Sanktionen gegen Syrien könnten schlimmer sein als das verheerende Erdbeben. Sie behindern das Eintreffen und die Verteilung von Hilfe für die Menschen. Die Mainstream-Medien und mehrere Regierungen bestreiten, dass dem so ist.

RESPONSE

Westliche Sanktionen gegen Syrien haben niemals für humanitäre Hilfe gegolten, obwohl Beschränkungen für die Verwendung von Dollar einige Transaktionen kompliziert haben können. Am 09. Februar, vier Tage bevor diese Desinformationsgeschichte erschien, genehmigte das US-Finanzministerium eine 180-tägige Ausnahme für alle Transaktionen im Zusammenhang mit Erdbebenhilfe, die möglicherweise ansonsten durch die syrischen Sanktionsvorschriften (SySR) verboten wären. Am selben Tag aktivierte die EU auf Ersuchen der syrischen Behörden ihren Zivilschutzmechanismus, um Zelte, Schlafsäcke, Matratzen, Betten, Nahrungsmittel und Winterkleidung bereitzustellen. Am 15. Februar kündigte die britische Regierung eine ähnliche Maßnahme an. Alles in allem bedeutet dies, dass alle potenziellen Einschränkungen, die während der Hilfsmaßnahmen aufgetreten sein könnten, von den westlichen Mächten schnell aufgehoben wurden, um Verzögerungen und Hindernisse zu verhindern.

Die europäische humanitäre Reaktionskapazität hat sich mobilisiert, um schnelle Hilfe für von dem Erdbeben betroffene Menschen zu leisten. Darüber hinaus hat die EU 3,5 Millionen Euro an humanitärer Hilfe bereitgestellt, um die dringendsten Bedürfnisse wie Bargeld für Unterkünfte und Artikel, Wasser und sanitäre Einrichtungen, Gesundheit sowie Such- und Rettungsdienste zu decken. Die EU berief außerdem eine Geberkonferenz im März ein, um Hilfsgelder für die Erdbebenopfer bereitzustellen.

Entgegen den im Artikel gemachten Behauptungen kamen einige Einschränkungen von der syrischen Regierung, die fast eine Woche wartete, bevor sie diese Hilfe genehmigte, um in von Rebellen kontrollierte Gebiete im Nordwesten Syriens zu gelangen. Rebellengruppen haben ebenfalls einige Hilfsmaßnahmen behindert.

Siehe weitere Beispiele ähnlicher Desinformationsnarrative, wie die Behauptungen, dass westliche Sanktionen verhindern, dass vertriebene Syrer zurückkehren, dass Sanktionen gegen Syrien Verbrechen gegen die Menschlichkeit sind, dass EU-Sanktionen gegen Syrien rechtswidrig sind und die Syrer zum Sterben bringen, oder dass das Erdbeben das Ergebnis des US-Einsatzes von seismischen oder tektonischen Waffen war.

RECHTLICHER HINWEIS

Bei den Fällen in der EUvsDisinfo-Datenbank geht es um Aussagen im internationalen Informationsraum, die als parteiische, verzerrte oder falsche Darstellung der Realität und als Verbreitung von kremlfreundlichen Kernbotschaften identifiziert wurden. Daraus folgt nicht zwangsläufig, dass die betroffenen Medien Verbindungen zum Kreml haben oder den Kreml redaktionell unterstützen oder dass sie absichtlich Desinformation verbreiten wollten. Die Veröffentlichungen von EUvsDisinfo stellen keine offizielle Position der EU dar, da die präsentierten Informationen und vertretenen Meinungen auf Medienberichten sowie Analysen der East StratCom Task Force basieren.

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